Erlebnisbericht
eines Dabeigewesenen
oder
...wie
war es beim Verbandstreffen in Todtmoos 2007
Wir haben unsere wöchentliche Probe. Alles
ganz normal, wie immer. In der Pause hält unser Vorstand seine routinemäßige
Ansprache und versorgt uns mit den neuesten Infos. Die heutige Ansage lautet:
- Morgen Verbandstreffen mit Monsterkonzert in Todtmoos
- Treffpunkt und Busabfahrt 15:30 Uhr
- Kleiderordnung
- Lieder welche gespielt werden etc
So gleich merke ich, wie die Stimmung im Probelokal spürbar steigt. Ein Grinsen macht sich in den Gesichtern meiner Vereinskollegen breit und die Vorfreude auf die Party morgen ist spürbar.
Samstag, 05. November - 8:00 Uhr
Ich wache auf, frühstücke mit meiner Familie
und habe einige Dinge auf dem Plan, welche ich heute Vormittag noch unbedingt erledigen sollte (sonst gibt es heute nachmittag Diskussionen, wenn ich in mein
Häs schlüpfe und mich auf den Weg mach). Der Morgen vergeht zu langsam - und in
Gedanken sitze ich schon längst im Bus mit meinem Verein.
15:00 Uhr: Alles erledigt! Von meiner Frau bekomme ich ein zufriedenes Lächeln und einen dicken Kuß, dann geht’s los ins Vereinsheim zum Treffpunkt. Unterwegs sehen mir einige Leute merkwürdig hinterher, aber ich bin in meinem Häs und dem Instrument in der Hand einfach nur gut drauf – nichts kann mich jetzt noch aufhalten.
Die Kumpels sind schon da und die Stimmung schon prima.
15:30 Uhr: Der Bus wie immer pünktlich, ganz im Gegenteil zu unseren Sorgenkindern, den Posaunen. Wie immer fast 10 Minuten zu spät. Die Fahrt nach Todtmoos ist ganz schön kurvig, aber mit einer guten Bordverpflegung (Kuchen und diversen Getränken) lässt uns dies kalt. Es werden Lieder angestimmt und die Kehlen dabei gut geölt.
17:30 Uhr: Wir erreichen den Ort des Geschehens: Todtmoos. Wer von uns hat einen Plan was wo ist? Der Vorstand hat Ihn zu hause liegen lassen – macht aber nichts, an der ersten Straßenkreuzung sehen wir zwei nette Leute des Gugge-Ensemle. Diese erklären uns kurz die Situation und keine fünf Minuten später bringt uns unser Bus direkt zum Platz an welchem das Monsterkonzert stattfinden wird.
Ich bin noch nicht richtig ausgestiegen, das sehe ich schon die ersten Freunde aus anderen Vereinen : von den Schnecke-Bläärern, Hexenguggern, den Bläch Forest Guggys je mehr ich mich in die Menge begebe, desto mehr „alte Bekannte“ treffe ich.
Die Chrom Nickel Kupfer Typen, die Edafetzer, die Guggen-Brasser; von überall her ein Servus, Sally, Hallo
In Wiedersehensfreude führt mich mein Weg mit einigen dieser lange nicht mehr gesehen Mit-Guggern gleich zu einem der Verpflegungswägen. Und dort bemerke ich erst in letzter Minute, dass mein Verein ja auch soeben auf der offenen Bühne aufspielt. Ich kann mich gerade noch als letzter in unseren Einmarsch einschleichen und fühl mich jetzt einfach nur noch sau wohl. Die Leute sind super drauf und es ist gleich richtig Party-Stimmung. Nach dem Auftritt wieder zurück zu den Kollegen der anderen Vereine. Dabei sehen einem die Augen der „normalen Zuschauer“ fast ehrfürchtig und die umherstehenden Kinder mit glänzenden Augen an.
19:00 Uhr. Der Ansager des Guggen-Ensembles stimmt alle Anwesenden auf den gleich beginnenden Einzug der einzelnen Guggen auf dem Platz ein. Für mich heißt dies, wieder losreißen von dem Kreis, in dem ich gerade stehe und auf zur Aufstellung.
Der Verein direkt vor uns läuft los und wir sind als nächste dran. Unser Muli gibt uns die Zeichen und wir ziehen auf den Platz ein. Ich höre mit einem Ohr, wie wir vom Sprecher angesagt werden und finde es einfach nur cool.
19:30 Uhr Der Verbandsdirigent steht auf einer ausgefahrenen Arbeitsbühen hoch oben und heizt mit seiner geilen Art die Stimmung noch mal richtig an. Das Monster beginnt. Die Trommel haben in dieser Masse einen saugeilen satten Rhythmus, die Trompeten surren wie eine Schwarm Bienen und die tieferen Instrumente röhren einfach genial. Ich könnte stundenlang solche „Konzerte“ spielen und als der Verbandsdirigent das letzte Stück ansagt macht sich ein langer Zug Gugger mit dem „Ewigen“ auf den Weg zum Kurhaus, wo die Party weitergeht.
Dort spielt eine gute Band super Tanzmusik.
21:30 Uhr - die erste Gugge spielt im Kurhaus auf. Es sind die Zarten Säu. Mit einem super Einmarsch und tollen Kostümen heizen sie uns richtig ein. Später spielen auch die Gupfeflöxer und zum Schluss die Hexegugger. Die Stimmung ist jetzt einfach geil, alles tanzt, alles singt mit.
2:00 Uhr - leider fährt unser Bus schon. Die Gäste sind um diese Zeit zwar schon merklich weniger geworden, aber die Stimmung ist immer noch super. Viel zu schnell ist die Zeit hier vergangen, aber ist ja auch kein Wunder, bei einer so super Verpflegung: Getränke aller Art, einer tollen Kaffee-Ecke mit lecker Kuchen und nettem Speisenangebot zu angenehmen Preisen, in Verbindung mit frischer Tanzmusik.
Mein persönliches Fazit:
Es war toll wieder mal die Freunde aus anderen Vereinen zu treffen und mit Ihnen abzufeiern.
Das Guggen-Ensmble aus Todtmoos hat uns dazu eine super Gelegenheit geboten.
Vielen Dank dafür!
Und ich freu mich schon auf das nächste Verbandstreffen mit Monsterkonzert 2008.
Fotos zum Bericht:
DGV-Fotoalbum oder Gugge-Ensemble
Fam. Beck macht Werbung
Vielen Dank und wir sind schon gespannt auf Euren Bericht!